{"id":121,"date":"2017-03-30T13:11:12","date_gmt":"2017-03-30T11:11:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.francobavaria.at\/?page_id=121"},"modified":"2018-01-04T14:15:00","modified_gmt":"2018-01-04T13:15:00","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.francobavaria.at\/?page_id=121","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-229\" src=\"https:\/\/www.francobavaria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/monarchie.jpg\" alt=\"\" width=\"100%\" \/><\/p>\n<h3>Die Gr\u00fcndung und die Zeit der Monarchie (1908 bis 1918)<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus der \u00f6sterreichischen Reichsh\u00e4lfte der Monarchie 1907 wurden die katholischen Parteien zur st\u00e4rksten Fraktion gew\u00e4hlt, und in den Auseinandersetzungen des Jahres 1907 mit den schlagenden Korporationen hatten sich die katholischen Verbindungen an den \u00f6sterreichischen Hochschulen behauptet. Aufgrund dieser f\u00fcr die katholischen Studenten erfreulichen Ereignisse kam es in \u00d6sterreich zu zahlreichen Verbindungsgr\u00fcndungen.<\/p>\n<p>Die K.a.V. Norica beschloss am 4. Dezember 1908 die Gr\u00fcndung ihrer Tochterverbindung Franco-Bavaria. Als Farben unserer Verbindung wurden zwei Farben der Mutterverbindung, das Gold und das Blau, \u00fcbernommen und als dritte Farbe kam das Gr\u00fcn hinzu. Als Kopfbedeckung wurde ein maigr\u00fcner Deckel im Schlappformat gew\u00e4hlt. Unser Wahlspruch lautet seit damals &#8222;Treu dem Volke, treu dem Glauben&#8220;. Im Sommersemester 1909 erfolgte die Publikation und die Aufnahme in den Cartellverband. Es gelang eine kleine Wohnung in der Schwarzspanierstra\u00dfe als Verbindungsheim zu gewinnen.<\/p>\n<p>Bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges konnte von den Bundesbr\u00fcdern eine florierende Verbindung innerhalb des Wiener Cartellverbandes aufgebaut werden und am 13. November 1913 wurde Engelbert Dollfu\u00df in unsere Verbindung aufgenommen.<\/p>\n<p>Zu Beginn des Ersten Weltkrieges folgte ein gro\u00dfer Teil der Mitglieder dem Ruf zur Fahne des Doppeladlers. Den wenigen Studierenden, die in Wien verblieben waren, gelang es, den Verbindungsbetrieb aufrechtzuerhalten. Um mit den an der Front stehenden Mitgliedern der Franco-Bavaria in Kontakt zu bleiben, wurde ein Mitteilungsblatt unter dem Namen &#8222;Franco-Bayern-Briefe&#8220; (FBB) ausgesendet. Bis heute erscheint unsere Verbindungszeitung unter diesem Namen. Von den 39 Kriegsteilnehmern unserer Verbindung kehrten vier nicht zur\u00fcck.<br \/>\n<img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-221\" src=\"https:\/\/www.francobavaria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/dollfuss.jpg\" alt=\"\" width=\"100%\" \/><\/p>\n<h3>Franco- Bavaria in der Ersten Republik und im Widerstand<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Ersten Republik gewann Franco-Bavaria an Gr\u00f6\u00dfe und an Ansehen. Am 29.Mai 1921 konnte der Plan zur Gr\u00fcndung der Tochterverbindung Pflug an der Hochschule f\u00fcr Bodenkultur verwirklicht werden. Auch die erste Franco-Bayern-Redoute 1922 war ein voller Erfolg.<\/p>\n<p>Von der Macht\u00fcbernahme Adolf Hitlers am 30. J\u00e4nner 1933 in Deutschland war auch der CV, dem damals deutsche und \u00f6sterreichische Verbindung angeh\u00f6rten, betroffen. Der Vorort Aenania-M\u00fcnchen hatte am 6.Mai eine Loyalit\u00e4tserkl\u00e4rung an Adolf Hitler abgegeben und es wurde der Antrag auf Ausschluss unseres damaligen Philisterseniors Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollfu\u00df aus dem CV gestellt. Zum 25. Stiftungsfest unserer Franco Bavaria kamen Vertreter aller \u00f6sterreichischen CV-Verbindungen, um die Treue zum \u00f6sterreichischen Bundeskanzler unter Beweis zustellen.<\/p>\n<p>Aufgrund dieser un\u00fcberbr\u00fcckbaren Differenzen mit den deutschen CV-Verbindungen \u00fcber deren positives Verh\u00e4ltnis zum Nationalsozialismus wurde am Peter- und Paultag 1933 die Gr\u00fcndung eines selbst\u00e4ndigen \u00f6sterreichischen Cartellverbandes (\u00d6CV), der alle CV-Verbindungen \u00d6sterreichs umfasste, beschlossen. Mit den gleichgeschalteten deutschen Verbindungen wurde der totale Bruch vollzogen.<\/p>\n<p>Die Ermordung von Bundeskanzlers Dr. Engelbert Dollfu\u00df im Rahmen des gescheiterten Naziputsches am 25.Juli 1934 traf \u00d6sterreich und vor allem die Franco-Bayern schwer. Viele von ihnen blieben auch nach dem Tod von Engelbert Dollfu\u00df in verantwortungsvollen Positionen f\u00fcr \u00d6sterreich t\u00e4tig.<\/p>\n<p>Die Zeit von M\u00e4rz 1938 bis zur Befreiung \u00d6sterreichs waren Jahre der Bew\u00e4hrung, des Opfers und der Verfolgung f\u00fcr unsere Verbindung und ihrer Mitglieder. Die Franco-Bavaria wurde beh\u00f6rdlich verboten und wir verloren unser Verbindungsheim. Bereits am 12. M\u00e4rz wurde unsere Bude von Mitgliedern der SA gest\u00fcrmt und vollkommen zerst\u00f6rt. Am n\u00e4chsten Tag wagte sich ein Bundesbruder in die R\u00e4umlichkeiten und konnte unsere Fahne sowie das Verbindungskruzifix herausschmuggeln. Bis zur Befreiung \u00d6sterreichs mauerte er sie in der Mostpresse des elterlichen Bauernhofes ein und rettete sie damit vor den Nazis. Bereits in den ersten Tagen der Terrorherrschaft wurden vier Mitglieder unserer Verbindung aufgrund ihrer Gesinnung oder ihres politischen Engagements verhaftet. Ihnen folgten weitere sechs Bundesbr\u00fcder. Die gleiche Zahl war aktiv in Widerstandsgruppen t\u00e4tig. Die meisten anderen Franco-Bayern wurden zur Wehrmacht eingezogen. Als Opfer des Zweiten Weltkrieges beklagte unsere Korporation 31 Tote.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-230\" src=\"https:\/\/www.francobavaria.at\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/vorort_1962.jpg\" alt=\"\" width=\"621\" height=\"621\" \/><\/p>\n<h3>Franco- Bavaria in der Zweiten Republik (1945- 1997)<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges gelang es, ein neues Verbindungsheim in der Bankgasse im ersten Bezirk zu schaffen. Noch heute befindet sich dort unsere Bude. Sofort begann man auch mit der Reaktivierung der Aktivitas. Unsere Tochterverbindung Pflug schloss sich durch einstimmigen Beschluss der Franco-Bavaria an. In der schweren Wiederaufbauphase unterst\u00fctzte uns &#8211; wie die meisten anderen \u00d6CV-Verbindungen auch &#8211; der Schweizer Studentenverein (Sch.St.V.), namentlich die Verbindung Welfen Z\u00fcrich. Das freundschaftliche Verh\u00e4ltnis zu dieser Verbindung existiert bis in die Gegenwart.<\/p>\n<p>Durch die gute Arbeit der Verbindungsfunktion\u00e4re konnte ein steiler Aufstieg unserer Verbindung voranschreiten. Franco-Bavaria wurde im Studienjahr 1951\/52 erstmals vorsitzende Verbindung des Wiener Cartellverbandes und 1962\/63 sogar zum Vorortspr\u00e4sidium des \u00d6sterreichischen Cartellverbandes gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Die erste Franco-Bayern-Redoute nach dem Krieg fand 1952 statt und war wiederum ein voller Erfolg. 1967 konnte das Verbindungsheim vergr\u00f6\u00dfert und neugestaltet werden. Um sich mit den Zielen und der Motivation der &#8222;68er&#8220; auseinanderzusetzen, wurden Diskussionen mit politisch Andersdenkenden organisiert. Zu aktuellen Themen gibt es diese Veranstaltungen auch in der Gegenwart noch regelm\u00e4\u00dfig. 1978\/79, 1995\/96, 1998\/99 und 2012\/13 \u00fcbernahm die Franco Bavaria wieder den Vorsitz des Wiener Cartellverbandes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Gr\u00fcndung und die Zeit der Monarchie (1908 bis 1918) &nbsp; Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus der \u00f6sterreichischen Reichsh\u00e4lfte der Monarchie 1907 wurden die katholischen Parteien zur st\u00e4rksten Fraktion gew\u00e4hlt, und in den Auseinandersetzungen des Jahres 1907 mit den schlagenden Korporationen hatten sich die katholischen Verbindungen an den \u00f6sterreichischen Hochschulen behauptet. 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